Aufruf zur Wahl des Berliner Bündnis für psychische Gesundheit bei der Wahl der Delegiertenversammlung der Berliner Psychotherapeutenkammer

LieberBerliner AGHPT-Mitglieder,

im September 2026 findet die Wahl zur Delegiertenversammlung der Berliner Psychotherapeutenkammer (PTK Berlin) statt.
Wir rufen dazu auf, das „Berliner Bündnis für psychische Gesundheit“ zu wählen, in dem die Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK), Mitgliedsverband der AGHPT, seit ihrer Gründung 2001 Mitglied ist.

Unser Vorstandsmitglied Manfred Thielen (AGHPT, DGK) ist seit Beginn, mittlerweile ca. 25 J. Delegierter in der PtK Berlin. Er war von 2001-2005 Mitglied des Vorstandes und verantwortlich für Wissenschaft, Forschung und Qualitätssicherung, war jahrelang Vorsitzender des wichtigen Ausschusses: „Aus-, Fort-, Weiterbildung“ und ist seit vielen Jahren Mitglied im Redaktionsbeirat des „Psychotherapeutenjournals“ und Sprecher des „Berliner Bündnis für psychische Gesundheit“.

Das Bündnis ist in den 25 J. Kammerarbeit die einzige Liste gewesen, die sich konsequent für die Verfahrens- und Methodenvielfalt eingesetzt hat. Ihr ist es schon in der 1. Legislatur von 2001-2005 gelungen, dass alle Ansätze der Humanistischen Grundorientierung wie Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse und Existenzanalyse/Logotherapie als wissenschaftlich begründete Verfahren anerkannt wurden. Seitdem kann man in diesen Verfahren auch die vorgeschriebenen 50 Fortbildungspunkte pro Jahr erwerben. Auch drei- oder vierjährige Ausbildungen in Körperpsychotherapie, aber auch in den anderen humanistischen Ansätzen, werden entsprechend anerkannt und die Teilnehmer*innen bekommen dafür die entsprechende Anzahl an Fortbildungspunkten.

Aktuell, 2026, ist es dem Bündnis gelungen, dass die Gesprächspsycho-therapie/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie (GPT/PCE) in die Bereichsweiterbildungsordnung aufgenommen wurde und zwar sowohl für den Erwachsenen- als auch für den Kinder- und Jugendlichenbereich. Kammermitglieder können auf diesem Weg die Titelbezeichnung: Gesprächspsychotherapie
/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie erwerben.

Aber auch in anderen zentralen Fragen und Problembereichen der Psychotherapie hat sich das Bündnis konsequent für die Interessen der Berliner Kolleg*innen eingesetzt. Aktuelles Beispiel sind die unsäglichen Angriffe der CDU/SPD-Bundesregierung auf die ambulante Psychotherapie. Es wurde im Juli 2026 beschlossen, dass das Honorar für die Kurzzeittherapie 1 gekürzt, die Budgetierung eingeführt und der abgesicherte Anspruch auf einen angemessenen Honorarsatz abgeschafft wurde. Dagegen hat das Bündnis zusammen mit der gesamten Profession in Form von Demonstrationen, Stellungnahmen, politischen Gesprächen und vielem anderem mehr, entschieden protestiert. Dieser Protest wird im Herbst auf jeden Fall fortgeführt werden und die Bundesregierung kann sich auf einen „heißen Herbst“ „freuen“.

Nach 25 Jahren berufspolitischem Engagement in der PtK Berlin und der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) kandidiere ich bei dieser Wahl nur noch auf dem 10. Platz, um jungen und jüngeren Kolleg*innen wie Elodie Singer, Betteke an Noort, aber auch AGHPT-Mitgliedern wie Inga Havers, u.a., die Möglichkeit zu geben, diese erfolgreiche Arbeit, vor allem für Verfahrens- und Methodenvielfalt, an vorderer Stelle fortzuführen.

Der Vorstand der AGHPT ruft zur Wahl des „Berliner Bündnis für psychische Gesundheit“ bei der Wahl zur Berliner Psychotherapeutenkammer 2026 auf.

Für den Vorstand: Manfred Thielen

Den Flyer mit Informationen über unsere Liste in der
Psychotherapeutenkammer Berlin finden Sie hier zum Download: