Aktuelles

  – Vielfalt stärkt Entwicklung

Webinar der AGHPT
Die Humanistische Psychotherapie und Beratung mit den vielfältigen therapeutischen Verfahren (Existenzanalyse & Logotherapie, Gestalttherapie, Gesprächstherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse) findet in Psychotherapie, Beratung, Supervision und Coaching Anwendung. Individuelle, gesellschaftliche und soziale Bedingungen werden integriert.
In den humanistischen Psychotherapieverfahren sind von Beginn an gute Beziehungserfahrungen die essentielle Grundlage in Theorie und Anwendung. Sie bilden eine der wesentlichen wissenschaftlich nachgewiesen Wirkungen in Studien zur Qualität von Therapie.
Mit unserer Reihe der angebotenen Online-Seminare Human-online wollen wir diese Wertigkeit aufzeigen und den dialogisch-polylogischen Kontakt pflegen. Die AGHPT als die deutsche Repräsentantin der meisten Verfahren der humanistischen Psychotherapie möchte Sie zu dieser Reihe einladen, sich zu vernetzen, zu stärken und die Landschaft der humanistischen Verfahren kennen zu lernen.
Die Inhalte beziehen sich auf gegenwärtige Probleme und aktuelle Themenfelder, die uns in der Anwendung begegnen.
Das Format:
ReferentInnen werden sich der jeweiligen Thematik in dialogischer Form annehmen aus unterschiedlichen Humanistischen Methoden.
Zwei Stunden: 90 Minuten Input und anschließend 30 Minuten Diskussion
Die AGHPT stellt dieses Angebot unentgeltlich zur Verfügung.

Anmeldung über Human-Online@aghpt.de
Webinare können als Weiterbildungspunkte für den Titel „Humanistische Psychotherapie“ angerechnet werden. Ebenso ist eine Anerkennung durch die Psychotherapeutenkammer vorgesehen.

Wir freuen uns auf Sie! Auf Euch!

human  – Webinar 3

Migration – Flucht: Herausforderungen und Chancen für die Humanistische Psychotherapie

Besonders in den letzten Jahren stellt das Thema Migration, Flucht in politischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht eines der zentralen Themen auch in Deutschland dar. Die politische und ökonomische Situation in vielen Ländern veranlasst immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Der Bedarf auch an psychosozialer – psychotherapeutischer Unterstützung aufgrund von vor allem traumatischen Erfahrungen ist enorm. Zugleich stellt der persönliche, professionelle Hintergrund so mancher MigrantInnen und Geflüchteten eine wertvolle Ressource dar – im Sinne von Integration und Erweiterung unserer Lebenseinstellung.

KollegInnen aus unterschiedlichen humanistischen Verfahren, die in diesem Kontext erfahren sind, stellen ihre Arbeit vor, um anschließend den Raum für Diskussion zu öffnen.

Referentinnen:

Gabriele Blankertz, geb. 1964, Diplom Pädagogin, Gestalttherapeutin (DVG), Inhaberin und Leiterin des INKONTAKT Gestaltinstitut Berlin; seit 2015 entwickelt sie in ihrem Institut Programme für und mit syrischen Geflüchteten.




Cemile Camci, geb. 1970, transaktionsanalytische Beraterin der DGTA. Seit 2003 selbstständig als Coache und Künstlerin für transkulturelle Lösungswege. Brückenbauerin und Wertschätzungsbeauftragte. Vermittlerin zwischen unterschiedlichen Kulturen und Wertevorstellungen sowohl in Organisationen als auch im Einzelcoaching.





Termin: 18.4.2024 von 19.30-21.30 Uhr

Link für Webinar 3

https://us06web.zoom.us/j/86796817898?pwd=UXXxFRxoIj0JgT5CTF7dsIj2E5XfjD.1

Falls sie für den Titel „Humanistische Psychotherapie“ Fortbildungspunkte erhalten wollen, melden Sie sich bitte zusätzlich an unter:

human-online@aghpt.de (2 Fortbildungspunkte möglich).

Nachwort zur Human-Online Veranstaltung am 11. Januar 2024

Anfang Januar fand die zweite Veranstaltung der Reihe Human-Online AGHPT Webinar zum Thema: „Aller Anfang ist schwer“ statt; wie gestaltet sich ein Einstieg in ein neues Betätigungsfeld nach einer abgeschlossenen humanistischen Ausbildung? Wir konnten dazu drei Kolleg*innen aus drei unterschiedlichen Humanistischen Ausbildungsmethoden gewinnen. Zudem ergab sich eine Vielfalt durch verschiedene Berufsbereiche: Therapie, Coaching, Beratung und Supervision, die sich auch in der Zusammensetzung unserer Mitgliedsverbände darstellt. Die Referent*innen schilderten sehr persönlich ihre Motivation zur Wahl und Spezifität ihres Verfahrens. Ein leichterer Einstieg in das neue Aufgabenfeld gelang durch eine bereits bestehende Vernetzung und Support im Berufsfeld. Eine  Bewusstheit und Klarheit zur Qualität des eigenen Verfahrens war ebenfalls hilfreich, um effektvoll für sich zu werben.

Im darauffolgenden sehr lebendigen Austausch mit den Teilnehmer*innen verdeutlichte sich die Wichtigkeit der Bildung eines Netzwerkes. Als direkter Effekt des Webinars ergab sich ein Mentoring durch teilnehmende ältere erfahrene Kolleg*innen zu auftretenden Verunsicherungen, genderspezifischen Thematiken und anderen Schwierigkeiten bei Neueinsteiger*innen, sowie zu neuen Vernetzungsmöglichkeiten. Der vertrauensvolle, lebendige Austausch hat sowohl den Referent*innen als auch den Teilnehmer*innen gut gefallen.

Am 9. November 2023 hat das erste Human-Online stattgefunden.

Diese Webinar-Reihe ist entstanden, nachdem der AGHPT-Kongress 2022 wegen Corona abgesagt werden musste. Wir wollen die Begegnung innerhalb der Humanistischen Verbände ermöglichen und den Dialog auch weit über die Grenzen unserer Verbände pflegen. Inhaltlich ging es bei der Auftaktveranstaltung um die Klimakrise, Klimagefühle und um das Feld der Klimagerechtigkeit, in dem wir uns alle befinden, KlientInnen sowie auch BehandlerInnen, BeraterInnen, Coaches, SupervisorInnen. Die Psychodramatikerin Nandini Banerjea und die Gestaltpsychotherapeutin Ellen Schepp-Winter nutzen Synergien, so dass auch die Psychologist/ Psychotherapists for Future auf der Webinar Bühne mit vorgestellt wurden. Im Wechsel von Input und kleinen Begegnungs-Sessions erlebten wir Verbundenheit, Klimagefühle und die 7 Drachen der Untätigkeit, um dann bei Ressourcen und dem sui generis Humanistischen Thema der Verantwortungsübernahme, der Sinnfindung zu landen, so wie es von Victor Frankl in die Psychotherapie-Landschaft eingeführt wurde und in einem Klimaengagement münden kann.

September 2023: Stellungnahmen der AGHPT zur neuen Fassung des Methodenpapiers des Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) und zur Musterweiterbildungsordnung für Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (MWBO)

Siehe dazu die Veröffentlichungen auf der Seite „Berufspolitik“

Juli 2023: AGHPT-Dozentenkonferenz 2023

Texte*

Nach einem exzellenten AGHPT-Dozent:innentreffen in Berlin im Juni 2023 können Sie nun die Handouts der Redner erhalten.

Das ersetzt zwar nicht die Begegnungen und Diskussionen, auch nicht die Geschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden …

aber es gibt Euch einen Einblick in die wunderbare Schatzkiste(n), die wir als humanistische Verbände miteinander teilen können.

Viel Freude beim Öffnen dieser drei Inhalte und ein herzliches Dankeschön an die drei Referenten, die sie uns in der DGTA zur Verfügung stellen,

wünscht Euch Amrei Störmer-Schuppner, Eure 1. Delegierte der DGTA bei der AGHPT

Dr. Manfred Thielen: „Der Körper in den Ansätzen der Humanistischen Psychotherapie“

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Prof. Dr. Jürgen Kriz: „Gemeinsame Kernkonzepte der Humanistischen Psychotherapie (historische Entwicklung und aktueller Stand)“

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Ernst Diebels: „Das kontextuelle Modell in der PT-Forschung und allgemeine Wirkfaktoren in ihrem Bezug zur HPT“

Dropboxlink

*Layout und Text mit freundlicher Genehmigung durch Amrei Störmer Schuppner aus dem letzten DGTA-Info für die AGHPT übernommen

März 2023: Die Psychotherapeutenschaft fordert Verfahrensvielfalt an Universitäten und Hochschulen

Der Gesprächskreis II, der Zusammenschluss der größten und wichtigsten 38 Fach- und Berufsverbände in Deutschland, hat am 18. März 2023 eine Resolution mit der Forderung nach Verfahrensvielfalt an Universitäten und Hochschulen beschlossen. Bisher ist das BA und MA Studium in Psychotherapie einseitig durch die Verhaltenstherapie geprägt, was sich dringend verändern muss, denn nach der neuen Approbationsordnung müssen alle vier Grundorientierungen – Verhaltenstherapie, Psychodynamische Therapie, Systemische Therapie und Humanistische Psychotherapie – gelehrt werden.
Der Leiter der AG Berufspolitik der AGHPT Dr. Manfred Thielen hat dazu einen informativen Artikel für den „Newsletter“ der Berliner Psychothera-peutenkammer geschrieben, den wir auf der Seite „Berufspolitik“ veröffentlichen.

Die AGHPT ist erfreut, dieses neue Buch von Jürgen Kriz vorzustellen.

Prof. Dr. Jürgen Kriz ist Ehrenmitglied und Wissenschaftlicher Beirat der AGHPT.

Jürgen Kriz: Humanistische Psychotherapie. Grundlagen – Richtungen – Evidenz.

Fachbuch
2022
203 S.
Kohlhammer. ISBN 978-3-17-036563-6

Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Leseprobe

Humanistische Psychotherapie umfasst viele bekannte Ansätze wie Gesprächspsychotherapie bzw. Personzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse, Existenzanalyse/Logotherapie und Körperpsychotherapie. Zu jedem Ansatz gibt es zahlreiche Werke. In diesem Buch wird nun erstmals das historisch gewachsene Wurzelgeflecht aus gemeinsamen Konzepten aufgezeigt, die das ganzheitlich-humanistische Menschenbild fundieren. Mit neueren Erkenntnissen verbunden – u.a. aus der Säuglingsforschung, der Biosemiotik und der Systemtheorie – zeichnet der Autor ein konsistentes Gesamtbild der Humanistischen Psychotherapie. Ergänzt wird dies durch eine kurze Darstellung der einzelnen Ansätze sowie einiger Konsequenzen für die wissenschaftliche Diskussion zu ihrer Evidenz.

Persönliche Mitgliedschaft, Partizipationsmöglichkeiten von einzelnen Mitgliedern – so kannst Du Dich einbringen.

Humanistische PsychotherapeutInnen, ob voll ausgebildet oder in Ausbildung, können mitdiskutieren, eigene Ideen einbringen und mit gestalten. Dafür hat die AGHPT die Möglichkeit der Persönlichen Mitgliedschaft geschaffen. Wie kannst du Persönliches Mitglied werden? Was bedeutet das? Am Rande der letzten Mitgliederversammlung tauschten sich Anatoli Pimenidou (Delegierte DFP) und Kathrin Schleitzer (bereits Persönliches Mitglied) darüber aus und lassen Euch hier an ihren Gedanken teilhaben.

Wissenschaftliche Evidenz für einen fälligen Wandel in der Psychotherapieforschung und Politik

Im Februar 2021 hat Bruce E. Wampold, Emeritus der University of Wisconsin, Mitglied der American Psychological Association und Träger zahlreicher Forschungsauszeichnungen, eine beachtenswerte Evaluation des Methodenpapiers des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) verfasst. Er legt anhand von zahlreichen Metaanalysen mangelnde Evidenz der darin angewandten Kriterien und Verfahren offen, zeigt die Sackgasse der universitären Psychotherapieforschung auf sowie deren negativen Einfluss auf (versorgungs-)politische Entscheidungen.

Norbert Bowe hat dazu im bvvp Magazin (H.3, S 26-27) einen lesenwerten Beitrag verfasst (Der bvvp ist der Dachverband von 16 eigenständigen, auf KV-Ebene arbeitenden Landes- und Regionalverbänden. Mit über 5.500 Mitgliedern ist er der größte berufsgruppenübergreifende Zusammenschluss von ärztlichen, psychologischen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen).

Hier geht’s zum Beitrag  [mit freundl. Genehmigung des Autors und bvvp]