Neue Mitglieder stellen sich vor
Winnie Lam

Hallo zusammen!
Ich heiße Winnie Lam, werde dieses Jahr 26 Jahre alt und studiere zurzeit Psychologie im Bachelor an der Universität Duisburg-Essen. Zuvor habe ich eine lange Zeit Medieninformatik in Berlin studiert. Vor knapp drei Jahren begann ich eine eigene Therapie gemacht und habe schnell gemerkt, dass mein Herz für die Psychotherapie schlägt. Kurz darauf entschied ich mich, das Studienfach zu wechseln. Mitglied in der AGHPT bin ich nun seit Februar 2026.

Zur Humanistischen Psychotherapie bin ich über eine zufällige Begegnung mit der Körperpsychotherapie gekommen. Vor meinem Umzug nach Essen habe ich eine Weile an einem psychotherapeutischen Institut gearbeitet, wo ich bei Fortbildungsseminaren aushalf und im Gegenzug selbst teilnehmen durfte. So landete ich auf einem Seminar zum Thema „Körperorientierte Prozessbegleitung“, ohne vorher zu ahnen, dass diese mein Leben nachhaltig verändern würde.
Das Seminar hat mir (damals sehr verkopft, versteinert, verbissen) vollkommen neue Möglichkeiten des Lebens aufgezeigt. Ich hatte zwar bereits ein wenig Yoga und Meditation ausprobiert, doch auf dem Seminar spürte ich am eigenen Leibe, welch tiefgreifenden Veränderungen möglich sind, wenn man sich in der Psychotherapie (auch) dem Körper zuwendet.

Während ich mich weiter mit Körperpsychotherapie beschäftigte, stieß ich irgendwann auf den Begriff der Humanistischen Psychotherapie. Zum einen empfand ich große Erleichterung darüber, dass es jenseits der an meiner Universität vermittelten, eher starren Verfahren noch weitere Ansätze gibt, die das Menschsein in seiner ganzen Vielfalt anerkennen und sich nicht auf ein einfaches „krank“ und „gesund“ reduzieren.
Diesbezüglich begleitet mich die Aussage eines Hakomi-Therapeuten bezüglich der therapeutischen Haltung, die ich während eines Hakomi-Seminars zu Ohren bekam:
„Ich möchte als Therapeut nichts an Dir [meinem Klienten] verändern. Schließlich hast Du dank Deiner ganzen Überlebensstrategien bis heute überlebt. Hättest Du sie Dir nicht angeeignet, wärst Du jetzt vielleicht woanders. Deswegen möchte ich nichts an Dir missen. Du bist bereits vollkommen.“ (paraphrasiert)
Zum anderen fühlte ich mich in meinen eigenen Erfahrungen bestätigt: Das erlebnis- und beziehungsorientierte Arbeiten im Hier und Jetzt ist zutiefst heilsam.
Auch, wenn ich mir noch offenhalte, welche konkrete Methode ich später anwenden möchte, weiß ich bereits jetzt, dass der humanistische Kern meine künftige Arbeit prägen wird.

Die AGHPT möchte ich vor allem dabei unterstützen, sichtbarer zu werden. Da ich selbst erst über Umwege und Zufälle zur Humanistischen Psychotherapie gefunden habe, vermute ich, dass viele – insbesondere junge – Menschen noch nie von ihr gehört haben. Ich fände es ungeheuer bedauerlich, wenn dieses wertvolle Feld der Psychotherapie aus Unkenntnis oder gar durch Kleinreden („nicht wissenschaftlich“) übersehen würde.

Ich danke Euch, dass ich ein Teil Eures Kreises sein darf und freue mich sehr darauf, mich einzubringen!